Eine unbehandelte Schwerhörigkeit isoliert. Doch viele Deutsche zögern den Kauf hinaus – aus Sorge vor hohen Kosten oder klobigen Geräten.
1. Der "Nulltarif": Was bekomme ich ohne Zuzahlung?
Der Begriff "Nulltarif-Hörgerät" ist in aller Munde. Aber was bedeutet das genau?
Wenn Ihr HNO-Arzt eine Verordnung ausstellt, zahlt die gesetzliche Krankenkasse einen Festbetrag von bis zu ca. 785 € pro Ohr (bei beidseitiger Versorgung oft ca. 1.500 € insgesamt).
Für diesen Betrag erhalten Sie bereits digitale Basisgeräte, die folgende Funktionen bieten müssen:
- Rückkopplungsunterdrückung: Kein lästiges Pfeifen mehr.
- Störschallunterdrückung: Lärm wird intelligent gefiltert.
- 3 Hörprogramme: Anpassbar für verschiedene Situationen.
Wichtig: Für diese Geräte zahlen Sie gesetzlich nur 10 € Rezeptgebühr pro Ohr. Es fallen keine weiteren Anschaffungskosten an.
2. Welche Bauform passt zu mir?
Der Preis hängt oft von der Bauform und der Diskretion ab. Hier sind die drei gängigsten Typen:
- Hinter-dem-Ohr (HdO): Der Klassiker. Robust, leistungsstark und heute viel kleiner als früher. Ideal für starke Schwerhörigkeit.Preisklasse: Günstig bis Mittel.
- Im-Ohr (IdO): Das Gerät sitzt in der Ohrmuschel. Unauffälliger als HdO.Preisklasse: Mittel bis Hoch.
- Komplett-im-Kanal (CIC/IIC): Die "Unsichtbaren". Sie sitzen tief im Gehörgang und sind von außen praktisch nicht zu sehen.Preisklasse: Premium. Oft hohe Zuzahlung nötig.
3. Preisübersicht: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen
Wenn Sie mehr Komfort wollen (z.B. Akku statt Batterien, Streaming vom Smartphone, 360°-Hören), müssen Sie eine Zuzahlung leisten.
Hier ist die Übersicht für 2026:
🟢 Basisklasse
- Eigenanteil: 0 €
- Geeignet für: Ruhige Umgebung, Gespräche zu zweit.
🔵 Mittelklasse
- Eigenanteil: 100 € - 500 €
- Geeignet für: Kleine Gruppen, Fernsehen, Telefonieren.
🟣 Oberklasse
- Eigenanteil: 500 € - 1.200 €
- Geeignet für: Meetings, Theater, Konzerte, belebte Orte.
💎 Premium
- Eigenanteil: 1.200 € - 2.500 €
- Geeignet für: Anspruchsvollste Situationen, Restaurants, perfekter 360° Klang.
(Hinweis: Die Preise verstehen sich pro Ohr und können je nach Akustiker variieren.)
4. Fazit: Vergleichen lohnt sich
Die Preisunterschiede für identische Modelle können zwischen verschiedenen Akustikern bis zu 400 € betragen. Es ist daher ratsam, nicht das erstbeste Angebot anzunehmen.
Unser Tipp:
Nutzen Sie Online-Vergleiche, um Akustiker in Ihrer Nähe zu finden, die kostenloses Probetragen anbieten. Testen Sie ein Nulltarif-Gerät gegen ein Premium-Gerät und entscheiden Sie selbst, ob sich der Aufpreis für Sie lohnt.